Abu Dhabi - Die deutsche Bundeswehr wird weitere 250 irakische Soldaten in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ausbilden. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am Samstag beim Besuch von Bundeskanzler Gerhard Schröder in Abu Dhabi unterzeichnet. Der erste Lehrgang soll im April und Mai stattfinden, ein zweiter im Herbst. Die Bundeswehr wird dafür rund 70 Ausbildner in die Emirate schicken.

Die Kooperation zwischen Deutschland und den VAE bei der Ausbildung irakischer Soldaten war 2003 vereinbart worden. Der Kanzler nannte das deutsche Engagement eine "Hilfe zur Selbsthilfe". Im vergangen Jahr hat die Bundeswehr bereits 122 Lastwagenfahrer und Mechaniker geschult. Jetzt sollen Ausbildner für die Pionierarbeit beim Straßen- und Brückenbau trainiert werden.

In Deutschland sollen zudem Sanitäter, Experten für die Kampfmittelbeseitigung und militärisches Führungspersonal ausgebildet werden. Das deutsche Bundeskriminalamt hat in Abu Dhabi 440 irakische Polizisten ausgebildet und will ebenfalls einen weiteren Lehrgang anbieten. (APA/AP)