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Foto: AP/Pier Paolo Cito
Rom/Vatikanstadt - Zehn Tage nach der Luftröhrenoperation verbessert sich der Zustand des Papstes weiter. Die Ärzte im römischen Gemelli-Krankenhaus sind zuversichtlich, dass der Heilige Vater die Osterwoche im Vatikan verbringen kann, berichtete Vatikan-Sprecher Joaquin Navarro Valls, der am Montag das offizielle ärztliche Bulletin über den Zustand des 84 Jahre alten Kirchenoberhaupts verlesen hat. "Nach seiner Rückkehr im Vatikan wird der Papst entscheiden, wie er an den Osterzeremonien teilnehmen wird. Die Termine der Osterwoche sind bestätigt", so der Vatikan-Sprecher.

Die Stimme des Papstes, der seit über einer Woche regelmäßig Atem- und Stimmübungen macht, verbessere sich ständig, aus Vorsicht werde der Heilige Vater auch in den kommenden Tagen aber nicht sprechen, so Navarro. Die Kanüle im Hals des Kirchenoberhaupts sei noch nicht entfernt worden. "Die Ärzte werden entscheiden, wann die Kanüle entfernt werden kann", so der Papst-Sprecher.

Am Sonntag hatte sich der Papst neuerlich an seinem Klinikfenster in Rom gezeigt. Der 84-Jährige winkte mehrmals der Menschenmenge vor dem Krankenhaus zu. Von seinem Rollstuhl aus segnete er die Gläubigen. Der Kirchenführer zeigte sich aber nur kurz hinter den geschlossenen Scheiben und sprach nicht.

Neben dem Papst waren Kardinal-Staatssekretär Angelo Sodano und der vatikanische "Außenminister", Erzbischof Giovanni Lajolo, zu sehen. Die Bilder vom Papst, der den Angelus mitbetete und dann die Gläubigen segnete, wurden vom Centro Televisivo Vaticano auch auf Großbildschirme auf dem Petersplatz übertragen. Johannes Paul II. war am 24. Februar wegen akuter Atemnot nach einem Luftröhrenschnitt eine Kanüle eingesetzt worden. Seitdem muss er seine Stimme schonen.

Nach Angaben des Vatikans sandte der Papst an die Familie des im Irak von US-Soldaten erschossenen italienischen Geheimdienstbeamten Nicola Calipari sowie an Ministerpräsident Silvio Berlusconi ein Beileidsschreiben. Der Bruder des Getöteten, der am Montag beigesetzt wurde, ist nach einem Bericht von Radio Vatikan ein Priester, der auch als Vatikan-Berater arbeitet.

(APA)