Jerusalem/Hebron - Israelis und Palästinenser haben ihre Arbeitstreffen nach einem neuen Angriff im Westjordanland intensiviert. Der israelische Innenminister Ofir Pines-Pas und sein palästinensischer Amtskollege Nasser Yusef sprachen am Montag über einen Abbau von Straßensperren sowie über Reisegenehmigungen für Palästinenser. Die Zusammenarbeit könne aber nur ausgebaut werden, wenn die Palästinenserführung gegen Terroristen vorgehe, teilte die israelische Regierung nach dem Treffen mit.

Zuvor hatte ein bewaffneter Palästinenser in der Altstadt von Hebron das Feuer auf mehrere Soldaten eröffnet. Dabei seien zwei der zum israelischen Grenzschutz gehörenden Männer verletzt worden, teilte die Armeeführung in Tel Aviv mit. Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht. Die Armee sperrte den Ort des Anschlags weiträumig ab und suchte nach dem Angreifer.

Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas (Abu Mazen) und Israels Verteidigungsminister Shaul Mofaz werden nach israelischen Medienberichten in den kommenden Tagen zusammentreffen. Es wäre das erste Treffen nach dem Selbstmordanschlag von Tel Aviv, bei dem am 25. Februar ein Palästinenser fünf Israelis mit in den Tod gerissen hatte. Die israelischen Streitkräfte erklärten nach Angaben des israelischen Militärrundfunks vor dem Gespräch werde keine Stadt im Westjordanland unter die Kontrolle der Palästinenser gestellt. (APA/dpa)