Wien/München - Der steirische Schriftsteller Franz Weinzettl wird mit dem Hermann-Lenz-Preis für deutschsprachige Literatur 2005 ausgezeichnet. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 18. Juni "bei Carnuntum in Niederösterreich" überreicht, teilte der Burda-Verlag am Sonntag mit. Die Jury lobte vor allem Weinzettls "Mut zur Reduktion": Der Autor lasse sich auf die Zeit ein, wage sich heraus, gebe sich preis und "schämt sich nicht vor dem Einfachen, das er sagen muss".

Biografie

Weinzettl wurde 1955 in Feldbach in der Steiermark geboren. Nach seinem Studium der Germanistik und Geschichte absolvierte er eine Ausbildung zum Psychotherapeuten, eine Tätigkeit, die er heute neben der Schriftstellerei in Graz ausübt. Zu den wichtigsten Werken Weinzettls zählen "Auf halber Höhe" (1983), "Der Jahreskreis der Anna Neuherz" (1988) und "Das Glück zwischendurch" (2001). 1998 wurde Weinzettl mit dem "manuskripte"-Preis der gleichnamigen Literaturzeitschrift ausgezeichnet.

Jury

Zur Jury des Hermann-Lenz-Preises zählen der Schriftsteller Peter Handke, der Kritiker Peter Hamm und der Schriftsteller und Herausgeber der Literaturzeitschrift "manuskripte", Alfred Kolleritsch. Bisherige Preisträger des Hermann-Lenz- Preises, der von Verleger Hubert Burda gestiftet wird, waren die Autoren Joseph W. Janker, Johannes Kühn, Ralf Rothmann, Erich Wolfgang Skwara, Josef Zoderer und Walter Kappacher.

Der Hermann-Lenz-Preis ging nach Verlagsangaben 1999 aus dem traditionsreichen Petrarca-Preis hervor. Der 1997 verstorbene Hermann Lenz war selbst Träger dieser Auszeichnung. (APA)