Wien - Im Kampf gegen irreführende Werbung und Preisangaben hat die Arbeiterkammer (AK) einen Erfolg erzielt. Einer im August 2004 wegen irreführender Werbung gegen eine Textilhandelskette eingebrachte Klage hat das Oberlandesgericht Wien nun Recht gegeben. Darüber hinaus hat die AK eine einstweilige Verfügung gegen die Textilhandelskette gewonnen, diese ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Über die Klage ist noch nicht entschieden.

Keine pauschalen Sonderangebote

Preisangaben dürfen nicht irreführend sein. Von der Preisreduktion nicht erfasste Waren müssen klar und deutlich gekennzeichnet werden, so das Oberlandesgericht Wien. Kunden, "die mit Sonderangeboten in ein Geschäft gelockt werden, müssen darüber aufgeklärt werden, dass es sich bei den Angeboten entweder um Einzelstücke oder um bestimmte Farben handelt", so AK-Expertin Ulrike Ginner.

Orange statt rot

Konkret ging es bei der AK-Klage um ein Kleid mit roten Blumen, dass vergangenen Sommerschlussverkauf von 12,90 auf 6,90 Euro verbilligt wurde. Eine Konsumentin entschied sich aber für ein Kleid mit gelb-orangen Blumen und musste den üblichen Preis zahlen. Die einstweilige Verfügung ist noch nicht rechtskräftig. Über die Klage ist noch nicht entschieden. (APA)