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Paris - Viereinhalb Jahre nach dem Absturz einer Concorde bei Paris droht der US-Fluggesellschaft Continental ein Ermittlungsverfahren. Wie am Montag aus französischen Justizkreisen verlautete, will Untersuchungsrichter Christophe Regnard am Donnerstag in Pontoise einen Manager des Unternehmens vernehmen. Eine DC-10 von Continental hatte am 25. Juli 2000 beim Start auf dem Pariser Flughafen Charles-de-Gaulle eine Metall-Lamelle verloren, die am Beginn einer verhängnisvollen Kettenreaktion stand.

113 Tote

Die direkt im Anschluss startende Concorde der Air France rollte über das Teil. Ein Reifen platzte, umherfliegende Gummiteile verursachten eine Schockwelle in der linken Tragfläche, die einen Tank von innen her aufriss. Ausströmendes Kerosin entzündete sich. Das Überschallflugzeug stürzte brennend auf ein Hotel im Pariser Vorort Gonesse, 113 Menschen starben.

Bei der Lamelle handelte es sich den Ermittlungsergebnissen zufolge um ein Ersatzteil aus Titan. Am (morgigen) Dienstag will Richter Regnard einen Techniker von Continental Airlines vernehmen. Die Fluggesellschaft hat jede Mitverantwortung für den Unfall zurückgewiesen. (APA/AP)