Wien - Ein Postbeamter ist am Montagvormittag in Wien-Favoriten niedergeschlagen und beraubt worden. Der 59-jährige Julius C. aus Margareten wurde dabei laut Exekutive schwer verletzt, ihm wurde auf der rechten Seite der Schädel gebrochen, zudem erlitt er eine Rissquetschwunde. Der Briefträger befand sich nicht in Lebensgefahr. Für die Ermittler gilt dieser Fall als der dritte, der auf das Konto eines so genannten Eisenstangen-Räubers gehen soll.

Die Tat ereignete sich laut Polizei um 10.50 Uhr in einem Stiegenhaus in der Gudrunstraße. Der Postbedienstete wollte gerade die Briefkästen des Hauses befüllen, als er von hinten - vermutlich mit einer Eisenstange - niedergeschlagen wurde. Der oder die Täter raubten seine schwarze Zustellertasche aus Leder, darin befand sich kein Bargeld.

Drei ähnliche Fälle

Seit Jahresbeginn gibt es bereits drei derartiger Fälle: Am 7. Jänner wurde ein 63-jähriger Briefträger in der Quellenstraße in Favoriten niedergeknüppelt, am 8. Februar war eine 29-jährige Postlerin in der Czerningasse in der Leopoldstadt das Opfer.

Die Polizei vermutet, dass die Taten auf das Konto von zumindest einem Afrikaner gehen. Am Montagvormittag wurden zwei Afrikaner beobachtet, die sich einige Zeit vor dem Überfall "in verdächtiger Weise in Tatortnähe aufhielten", so die Aussendung der Exekutive. Beide sollen etwa 25 Jahre alt und 1,70 Meter groß sein. Einer war unter anderem mit einer hellen Daunenjacke mit Kapuze bekleidet, einer hatte ein Billa-Sackerl dabei.(APA)