Karikaturen - diese vordergründig schnelle Unterhaltung für zwischendurch stützt sich auf gängige Vorstellungsmuster und Stereotypen, um ein möglichst breites Publikum zu erreichen. Der Vortrag von Astrid Esterlus geht von den Jahren 1960/61 aus, einem Zeitraum, in dem viele afrikanische Staaten ihre Unabhängigkeit erlangten. Besonders der Kongo trat damals in den Mittelpunkt der Berichterstattung und somit auch der Karikaturen. Anhand ausgewählter Beispiele wird gezeigt, wie graphische Gestaltung rassistische Diskriminierung unterstützte. Die Entwicklung dieser vor 45 Jahren zu Papier gebrachten VORSTELLUNGsbilder in Zeitungen und illustrierten Magazinen wird bis zur Gegenwart analysiert. Astrid Esterlus beschäftigt sich seit 1986 mit Afrika-Stereotypen. 2002 schloß sie ihr Studium der Ethnologie mit einer Dissertation zu diesem Thema ab. (red)