Wien - FPÖ-Chefin Ursula Haubner hat am Dienstag nach dem Ministerrat nochmals die Einigkeit in ihrer Partei nach der in der Nacht zu Ende gegangenen Strategieklausur beschworen. Man habe in einer inhaltlich sehr guten Diskussion festgelegt, dass nicht Opposition gegen die Regierung sondern ein konstruktiver Weg für das Land eingeschlagen werde. Dass sie in der Klausur mehrfach ihren Rücktritt angeboten haben soll, wie Stadler behauptet , kommentierte Haubner nicht. Für sie zähle nur das Ergebnis, über das davor Gesagte rede sie nicht.

Keine Gefahr für Parteispaltung

Die Gefahr einer Parteispaltung durch den Rückzug des rechten Parteiflügels aus dem Vorstand wollte die FP-Chefin ebenfalls nicht kommentieren. Sie habe ein gutes Team um sich. Die aus dem Vorstand ausgeschiedenen Mitglieder (z.B. Volksanwalt Ewald Stadler und der EU-Abg. Andreas Mölzer) hätten nun "die Möglichkeit zu zeigen, dass sie den Weg mitgehen."

Sozialstaatssekretär Sigisbert Dolinschek (F) wollte sich nach der Regierungssitzung nicht zu den FPÖ-internen Entwicklungen äußern, er meinte nur, er hoffe, dass es jetzt besser wird und es müsse jedem klar sein, dass man nicht der guten Arbeit der Bundes-FPÖ "in die Suppe spucken" muss. (APA)