New York - Zum Weltfrauentag haben prominente Frauenrechtlerinnen ihre Forderung nach absoluter Gleichstellung der Geschlechter bekräftigt. Von der vor 30 Jahren begonnenen Revolution dürfe es keinerlei Abstriche geben, hieß es am Dienstag in Grußbotschaften an die in New York tagende UNO-Frauenrechtskommission. Die Verfasserinnen verlangten erneut die konsequente Umsetzung der vor zehn Jahren auf der Weltfrauenkonferenz in Peking vereinbarten Ziele. Hierzu war bereits am Freitag eine Resolution verabschiedet worden.

"Öffentlich stolz zeigen"

Die kenianische Umweltschützerin Wangari Maathai, Friedensnobelpreisträgerin des vergangenen Jahres, erklärte, Frauen sollten sich in aller Öffentlichkeit stolz auf ihre Leistungen zeigen. Zugleich müssten sie aber weiter für ihre Rechte eintreten, weil ihnen das niemand abnehme. Dazu gehöre vor allem auch eine Bekämpfung der Armut in der Welt. Rigoberta Menchu, Friedensnobelpreisträgerin des Jahres 1992, betonte, Frauen sollten ein "Leuchtfeuer der Hoffnung" im weltweiten Kampf gegen Rassismus, Diskriminierung, Ungleichheit und Ungerechtigkeit sein.

"Frauen heute mehr im Rampenlicht"

Die Generalsekretärin der Weltfrauenkonferenz von 1995 und heutige Präsidentin des Pan-Afrikanischen Parlaments, Gertrude Mongella, zog eine Bilanz der vergangenen zehn Jahre seit der Pekinger Konferenz. Frauen stünden heute weitaus stärker als damals im Rampenlicht der Öffentlichkeit, sagte sie. Fragen der Gleichberechtigung würden in der Regel nicht mehr ignoriert und seien in vielen Ländern zum zentralen Bestandteil gesellschaftlicher Entscheidungen geworden. Dieser Prozess müsse jedoch weiter beschleunigt werden. (APA/AP)