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Jurcevic wurde am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Salzburg als neuer Cheftrainer seines einstigen Clubs vorgestellt.

Foto: APA/AP/Schalk
Salzburg - Der neue SV Salzburg-Trainer Nikola Jurcevic hat zwei große Ziele mit seinem neuen Team: Den Klassenerhalt und den Cup-Sieg. "Es wird sicher eine schwere Aufgabe, aber ich bin überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden, sonst hätte ich den Job nicht angenommen", betonte der Kroate am Dienstag bei seiner Präsentation in der Mozartstadt. Als Spieler erreichte "Jura" mit Salzburg praktisch alles - zwei Meistertitel, drei Supercup-Siege, UEFA-Cup-Finale und Champions-League-Teilnahme - mit Ausnahme des Cupsiegs. "Diesen will ich nun als Trainer unbedingt nachholen."

Mit einigen noch selber am Platz

Den Großteil seiner neuen Mannschaft kennt der neue Salzburg-Coach bereits gut. "Mit Winklhofer und Laessig habe ich ja noch selbst gespielt, Schriebl stand damals im Kader. Milinovic habe ich von Rijeka nach Zagreb zu Dinamo geholt, Bule kenne ich gut aus seiner Zeit bei Hajduk Split und Willi natürlich vom SC Freiburg", erklärte Jurcevic. "Dazu kommen noch Scharrer und Pichorner, die ich in meiner Salzburg-Zeit als Gegenspieler hatte."

Er habe aber auch sonst genug Informationen über seinen alten bzw. neuen Verein, denn er habe den Kontakt zu Salzburg nie verloren und sich stets über die Violetten informiert. Wie bei Dinamo Zagreb, seiner bisher letzten Trainer-Station, werde er hauptsächlich mit einer Viererkette agieren. "Sieben, acht Spieler haben ihre Positionen im Team schon fix, die restlichen Positionen werden sich in den nächsten Tagen im Training entscheiden", meinte der 37-Jährige, der den großen Kader der Salzburger als "nicht ideal" bezeichnete. "Denn da wird es immer unzufriedene Spieler geben, das ist logisch. Aber jetzt geht es nicht um Einzelinteressen, sondern nur um das Ziel, oben zu bleiben."

"Das war so nicht geplant"

Dass er nun nach zwei Engagements als Spieler wieder als Trainer in die Kultur-Metropole kommt, habe ihn selbst etwas überrascht. "Ich bin natürlich froh, dass ich wieder in Salzburg bin - jetzt schon zum dritten Mal, aber das war so nicht geplant, denn ich hatte noch bis Saisonende einen Vertrag mit Dinamo Zagreb", sagte Jurcevic, der sich bei seinem Ex-Klub, den er in der abgelaufenen Saison als Cheftrainer zum Cup- und Supercup-Triumph sowie zur Vizemeisterschaft geführt hatte, im Herbst mit dem Klubchef überworfen und sich auf eine Trennung in beiderseitigem Einvernehmen geeinigt hatte.

Salzburg-Präsident Rudi Quehenberger glaubt, mit Jurcevic, der den als Trainer gescheiterten Sportdirektor Peter Assion ablöst, endlich den richtigen Coach für seine Mannschaft engagiert zu haben. "Ich bin davon überzeugt, dass wir mit 'Jura' den idealen Mann gefunden haben. Er wurde mir bereits von Otto Baric in einigen Gesprächen empfohlen. Er war ein hundertprozentiger Profi als Fußballer, und ich bin überzeugt, dass er das auch als Trainer ist", sagte Quehenberger über den kroatischen Ex-Teamspieler, der seine Trainerkarriere 2001 bei NK Zagreb begonnen hatte, ehe er 2003 zum Stadtrivalen und Traditionsklub Dinamo gewechselt war.(APA)