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Knabberlaune in Österreicher ungetrübt - Kelly legt beim Umsatz 2,4 Prozent zu

Foto: APA/OTS/Kelly/Eleonore Rudnay

Wien – Wenn auch die Knabberlaune der Österreicher ungetrübt ist, so konnte Kelly im Vorjahr dennoch nicht die geplanten Umsatz-"Traummarke" von 100 Mio. Euro erreichen. Durch Umstrukturierungen im Exportgeschäft und den schwachen Dollar kam es zu einem Rückgang des Auslandsumsatzes.

Im Inland konnte Österreichs größter Snackhersteller dagegen den Wachstumstrend fortsetzen. "Snacks sind nach wie vor im Trend", zeigte sich Kelly-Chef Wolgang Hötschl am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz dennoch zufrieden.

Umsatzplus beträgt 2,4 Prozent

Bei einem Gesamtumsatz von 98,1 Mio. Euro, nach 99,6 Mio. Euro 2003, wurden in Österreich im Vorjahr Kartoffelchips, Laugenstangerl, Erdnussflocken & Co im Volumen von 68,5 Mio. Euro verkauft, was einem Umsatzplus von 2,4 Prozent entspricht.

Im Export habe Kelly dagegen einen mengenmäßigen Rückgang von 6 Prozent in Kauf genommen, weil einige Produktlinien bereinigt, Vertriebsorganisationen – etwa in Slowenien und Ungarn – verändert und eigene Außendienstmanager eingerichtet wurden. Zudem werden nun einige unprofitable Exportländer nicht mehr bearbeitet: "Unser Aktionskreis liegt bei 800 km rund um Österreich", erläuterte Hötschl. Der Anteil der Exporte macht weiterhin ein Drittel des Gesamtergebnisses aus.

Produktionsauslagerung wird überlegt

"Überlegt" werde auch eine Produktionsauslagerung außerhalb von Österreich, so Hötschl. Im Gespräch seien etwa die Balkanländer. "Eventuell schon heuer" könnte es dazu neue Entwicklungen geben.

WM-TV-Box

Für 2005, das 50. Jahr in der Unternehmensgeschichte von Kelly, hält Hötschl nach wie vor am Umsatzziel von 100 Mio. Euro fest. Punkten will der Snack-Experte auch heuer mit Innovationen: Seit Jahresbeginn gibt es neben Chips auch für Snips eine quer stehende Party-Packung. Erdnüsse sollen eine neue "trendige" Dose bekommen. Für die Zeit der Eishockey-WM ist eine "WM-TV-Box" geplant.

Chips als Beilage

Speziell für die Gastronomie wurde ein Projekt ins Leben gerufen, bei dem anstatt von Pommes frites Chips als Beilage vorgeschlagen werden. Erste Reaktionen seien sehr positiv verlaufen, so Hötschl. Zudem sollen Kelly's-Produkte verstärkt als "Add-On's" zu Getränken in Bars und Lokalen oder bei Reisen positioniert werden.

Pro-Kopf-Verbrauch in Österreich: 3,18 kg

Der Gesamtmarkt für Snacks in Österreich hat sich den Angaben zufolge im Vorjahr weiter positiv entwickelt und ist um 1,7 Prozent auf 25.440 Tonnen gestiegen. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist mit 3,18 (3,10) kg ebenfalls leicht gestiegen. Die meistverkaufte Snacksorte ist hier zu Lande nach wie vor Salz- und Laugengebäck (33 Prozent Marktanteil), gefolgt von Kartoffelchips (29 Prozent), Extruderprodukten wie Erdnussflocken (11 Prozent und Erdnüssen (11 Prozent). Mit einem Marktanteil von 67 Prozent konnte Kelly seine Position als Nummer eins am Markt leicht ausbauen, hieß es.

Kelly hat im Vorjahr 24.994 Tonnen Snacks abgesetzt, um 0,2 Prozent weniger als im Jahr davor. Im Export wurden 7.659 Tonnen abgesetzt, um 6 Prozent weniger als 2003. Per Jahresende waren 414 Mitarbeiter bei Kelly beschäftigt, nach 430 Ende 2003. (APA)