Die italienische Medienbehörde hat die öffentlich-rechtliche RAI und den privaten Medienkonzern Mediaset zu satten Geldstrafen verurteilt. Weil sie Bestimmungen über Fernsehwerbung beständig verletzten, muss die Mediaset 45 Millionen und die RAI 20 Millionen Euro bezahlen. Das entspricht zwei Prozent ihrer Werbeumsätze im Jahr 2003. RAI und Mediaset hätten die zulässige Höchstgrenze für Fernsehwerbung deutlich überschritten, und damit "die Medienvielfalt und die freie Konkurrenz erheblich beeinträchtigt", entschied die Behörde. In Österreich überwachen KommAustria und Bundeskommunikationssenat die Werbebestimmungen seit August 2004. Dezent im Vergleich zu Italien: Bisher verrechneten sie nur ATV+ für einen Verstoß eine Verwaltungsstrafe - von 100 Euro. ATV+ hat dagegen berufen. (mum, fid/DER STANDARD; Printausgabe, 10.2.2005)