Wien/Leipzig - Bei der diesjährigen Leipziger Buchmesse präsentieren sich 31 österreichische Verlage mit eigenen Ständen, drei stellen sich an Sammelständen vor, 27 weitere sind am Österreich-Stand vertreten. Im Wiener Kaffeehaus am Gemeinschaftsstand sind insgesamt 19 Lesungen geplant. Besonderes Medieninteresse wird für die Lesungen von Eva Menasse ("Vienna"), Clarissa Stadler ("N."), Jürgen Benvenuti ("Kolibri") und Dimitre Dinev ("Ein Licht über dem Kopf") erwartet.

"Präsenz stabilisiert"

"Die Präsenz österreichischer Verlage auf der Leipziger Buchmesse hat sich relativ stabilisiert", heißt es in einer Aussendung des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels - wenngleich die heimische Präsenz in Leipzig im Vorjahr mit 35 Einzel-Präsentationen etwas höher gelegen ist. Der Österreichstand (Halle 2, H 201/K 201) wird am 17. März um 11 Uhr eröffnet.

Am Gemeinschaftsstand der IG Autorinnen Autoren wird ein Überblick über die österreichische Verlagslandschaft mit etwa 450 Neuerscheinungen aus rund 130 österreichischen Verlagen gegeben. Hier sind sowohl der Katalog "Die Literatur 2004" mit einer Übersicht über insgesamt 2.954 Titel aus österreichischen Verlagen und 408 Titel österreichischer Autoren in nicht österreichischen Verlagen als auch der "Stückebörsekatalog 2004" mit über 900 Theaterstücken von mehr als 300 österreichischen Gegenwartsautorinnen erhältlich.

Überblick

Insgesamt ist die Leipziger Buchmesse mit mehr als 2.100 Ausstellern auch in diesem Jahr weiter gewachsen. Vom 17. bis zum 20. März stellen Verlage und Editionen aus 30 Ländern auf fast 50.000 Quadratmetern ihre Programme und Neuerscheinungen des Frühjahrs vor. Rund 100.000 Besucher werden erwartet. Ein Höhepunkt des Festivals ist die Verleihung des ersten "Preises der Leipziger Buchmesse" am 17. März. Die mit insgesamt 45.000 Euro dotierte Auszeichnung wird in den drei Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung vergeben.

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2005 geht erstmals zum Auftakt statt zum Abschluss der Messe an die kroatische Schriftstellerin und Journalistin Slavenka Drakulic. Den Gutenberg-Preis bekommt der Venezolaner Alvaro Sotillo. Insgesamt werden in fünf Tagen an die 20 literarische Auszeichnungen sowie Preise für Buchgestaltung, -marketing und Nachwuchsautoren oder -zeichner verliehen.

Weitere Schwerpunkte der Buchmesse sind ein Schiller-Forum zum 200. Todesjahr des Dichters, ost- und mitteleuropäische Literaturen, ein Autorenspecial zum Thema Balkan, Comics und eine neue Auflage der Hörbuchnächte. In der Reihe "Jüdische Lebenswelten" kommen israelische Politiker und Schriftsteller zu Wort. Bei einem Festakt zum 40-jährigen Bestehen der deutsch-israelischen Beziehungen sollen Bundesaußenminister Joschka Fischer und Israels Botschafter Shimon Stein sprechen. Parallel zur Buchmesse findet zudem der Erste Internationale Kongress für Literarisches Schreiben mit Dozenten aus ganz Europa und den USA statt. (APA)