St. Pölten/Erlach - Die Grünen würden das Ergebnis der Gemeinde Erlach (Bezirk Wiener Neustadt) anfechten, hatte Madeleine Petrovic, die Landesvorsitzende der niederösterreichischen Grünen bereits vor der Gemeinderatswahl am 6. März angekündigt.

Der Grund für die kommunalpolitischen Zores mit der Erlacher Volkspartei: Die Gärtnereibesitzerin Monika Jasansky hatte für die Grünen zur Gemeinderatswahl antreten wollen. Doch Bürgermeister Johann Rädler, dessen VP bei der Wahl 72,78 Prozent der Stimmen erhielt, Jasansky per Brief verständigen, dass sie aus der Wählerevidenz gestrichen worden sei.

Für die Grünen (2,72 Prozent) völlig unverständlich. Jasansky habe in Erlach seit vielen Jahren einen ordentlichen Wohnsitz. Zudem habe sie nach dem Einspruch gegen die Streichung eine Mitteilung erhalten, dass sie wieder in die Wählerevidenz aufgenommen worden sei. Dagegen hat wiederum die Gemeinde berufen - und Recht bekommen.

Man respektiere die Entscheidung der Wähler und Wählerinnen in Erlach und werde daher das Ergebnis der Wahl nicht anfechten, betonte Grünen-Landesgeschäftsführer Thomas Huber am Dienstag. Man werde allerdings gegen den Bescheid der Bezirkswahlbehörde Wiener Neustadt, Monika Jasansky das Wahlrecht zu entziehen, Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof einlegen. (fern/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 11.3.2005)