Mit einer Zahlung von 75 Millionen Dollar (55,9 Millionen Euro) legt die WestLB einen Rechtsstreit mit Inhabern von Aktien und Anleihen des zusammengebrochenen Telekom-Konzerns WorldCom bei. Die WestLB und die Tochter der italienischen Banca Intesa, Caboto Holding, zahlten insgesamt 112,5 Millionen Dollar, teilte der staatliche Kontrollor New Yorks am Donnerstagabend in Washington mit. Damit entfielen auf die italienische Bank 37,5 Millionen Dollar.

Vorwurf

Die Inhaber von WorldCom-Papieren hatten einer Reihe von Banken vorgeworfen, Risiken kurz vor dem Zusammenbruch des WorldCom-Konzerns versteckt zu haben. Einige tausend Investoren hatten deshalb Klage eingereicht. Mehrere Institute, darunter Citigroup und Bank of America, hatten den Streit bereits mit Millionenzahlungen geregelt. Ein Verfahren gegen verbliebene Banken wie die Deutsche Bank soll am 17. März beginnen.

Antrag

WorldCom, der ehemals zweitgrößte US-Telekomanbieter von Fernverbindungen hatte im Juli 2002 Gläubigerschutz beantragt. In den Bilanzen des Unternehmens waren Fehlbuchungen über elf Milliarden Dollar aufgedeckt worden. (APA/Reuters)