London - Die Zahl der weltweiten Maserntoten ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Zwischen 1999 und 2003 sank sie laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) um 40 Prozent, von 873.000 auf 530.000. Am deutlichsten war der Rückgang in Afrika, wo sich die Zahl der Todesopfer in dem Zeitraum um 46 Prozent verringerte. Damit könnte die WHO das 1999 gesetzte Ziel erreichen, die Zahl der Maserntoten bis Ende 2005 zu halbieren.

Die in den Industrieländern seltene Krankheit befällt vor allem in den Entwicklungsländern jährlich mehr als 30 Millionen Menschen. Bei vielen von ihnen hinterlässt die Viruserkrankung bleibende Gehirnschäden und Blindheit. Gefährdet sind vor allem Kinder mit einem Mangel an Vitamin A. Eine Impfdosis gegen die Krankheit kostet lediglich rund elf Cent.

Der WHO-Experte Brad Hersh glaubt, dass viele Länder den Kampf gegen die Masern verstärken, nachdem sie gesehen haben, dass die Krankheit etwa in Amerika fast vollständig ausgerottet ist. Auf diesem Kontinent kam der WHO zufolge im Jahr 2003 kein einziger Mensch mehr durch Masern ums Leben. In Europa starben dagegen in jenem Jahr noch etwa 5.000 Menschen an der Krankheit. (APA/AP)