Washington - US-Außenministerin Condoleezza Rice hat die Wiederaufnahme der seit 1979 unterbrochenen diplomatischen Beziehungen mit Iran ausgeschlossen. Die US-Regierung wolle nichts unternehmen, was die Regierung der Mullahs im Iran für rechtmäßig erklären würde, sagte Rice der Tageszeitung "Washington Times" (Samstagsausgabe). Der Iran sei gegen die Veränderungen in der Welt um sich herum nicht immun. Rice nannte in diesem Zusammenhang die Wahlen im Irak und in Afghanistan. Auf die geplanten Präsidentschaftswahlen im Juni im Iran eingehend sagte Rice, sie könne nicht sehen, wie diese frei und fair sein könnten.

Rice forderte die Führung in Teheran auf, zu einer Vereinbarung in den Verhandlungen mit Deutschland, Frankreich und Großbritannien über ein Ende der Atompläne zu kommen. "Wenn sie (die Iraner) zu keiner Vereinbarung mit der EU kommen, dann entlarvt das, was alle von uns in Verdacht haben, dass sie nämlich zu keiner Vereinbarung mit der EU kommen wollen", sagte Rice.

Nach den Worten der Außenministerin sollen die Europäer auf Drängen der US-Regierung auch die Verwicklungen des Iran in den Terrorismus und die Verletzung der Menschenrechte zum Thema machen. Man müsse mit Ländern hart umgehen, die jene Palästinenser unterstützten, die die Chancen auf einen Frieden zwischen Israel und den Palästinensern sprichwörtlich in die Luft jagen wollten. (APA/dpa)