Wien - 57 Prozent der Österreicher sehen die Schuld für den Niedergang der FPÖ beim Kärntner Landeshauptmann Altparteiobmann Jörg Haider. Für 15 Prozent liegt die Verantwortung laut einer im Auftrag von "profil" vom Meinungsforschungsinstitut OGM durchgeführten Umfrage bei Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V). Nur zwei Prozent der Befragten nannten die ehemalige Parteichefin Susanne Riess-Passer als Schuldige, berichtet "profil" in einer Vorausmeldung zu seiner morgen, Montag, erscheinenden Ausgabe.

Gorbach als Spitzenkandidat

Bei der Frage nach dem besten FPÖ-Spitzenkandidaten für die nächste Nationalratswahl nannten 30 Prozent Vizekanzler Hubert Gorbach - und nur 21 Prozent Haider. Unter FPÖ-Wählern halten Haider jedoch rund die Hälfte der Befragten für den besten Listenführer. Die derzeitige Parteichefin Ursula Haubner sehen 18 Prozent der Österreicher als geeignete Spitzenkandidatin, den Wiener Landesparteichef Heinz-Christian Strache fünf Prozent.

Arbeit der FPÖ

Die bisherige Arbeit der FPÖ in der Regierung wird von den Österreichern skeptisch beurteilt. Nur 16 Prozent sind der Meinung, dass sich der kleine Koalitionspartner bei der Heeresreform sehr oder etwas durchgesetzt hat, 51 Prozent erkennen weniger oder keine Positionen der FPÖ in der neuen Regelung. Bei der Gesundheitsreform sieht es mit 48 Prozent Skeptikern und nur 18 Prozent, die an einen Erfolg der Freiheitlichen glauben, ähnlich aus. Am meisten Durchsetzungskraft wird der FPÖ bei der Steuerreform mit 27 Prozent und in der Asylpolitik mit 26 Prozent zugebilligt. (APA)