Klagenfurt - Der für Herbst angekündigte Rücktritt als Landesparteichef ist für den Kärntner SPÖ-Vorsitzenden Peter Ambrozy unumstößlich. Auf den Hinweis, dass noch kein Nachfolger mit möglichst breitem Rückhalt innerhalb der Partei in Sicht sei, sagte Ambrozy am Montag nach einer Sitzung des Landesparteivorstandes: "Die Dinge sind geordnet." Im Übrigen gebe es "ein gewisses Maß an persönlicher Zumutbarkeit, und das lässt keine andere Entscheidung zu".

Ambrozy bestätigte, dass innerhalb der kommenden Wochen - vermutlich im April - eine Sitzung des Parteipräsidiums stattfinden werde, auf der die weiteren Schritte in Richtung Kandidatensuche erörtert werden sollen. Bezüglich seiner Nachfolge rechne er mit einer Vorentscheidung noch vor dem Sommer. "Der Fahrplan ist ein guter", sagte Ambrozy.

"Fortsetzung nicht zuträglich"

"Die Fortsetzung des derzeitigen Zustandes wäre für die Partei alles andere als zuträglich", meinte der Parteichef. Er bezog sich damit offensichtlich auf das Tauziehen um seine Nachfolge beziehungsweise die intensive Suche nach der geeigneten Person hinter den Kulissen. Derzeit gibt es nämlich noch weit und breit keinen klaren Favoriten.

Ambrozy, Landesparteichef von 1988 bis 1994 und wieder seit dem Jahre 2000, hatte im Oktober vergangenen Jahres bei seiner Wiederwahl auf dem Villacher Parteitag nur knapp 61 Prozent Zustimmung erhalten. Der Landesparteivorstand hatte mit Zustimmung Ambrozys daraufhin beschlossen, dass binnen Jahresfrist auf einem Sonderparteitag ein neuer Parteichef gekürt werden soll. Keiner der immer wieder genannten Kandidaten kann dem Vernehmen nach derzeit aber mit einer satten Mehrheit im Parteipräsidium rechnen. (APA)