Brüssel - EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot hat grundsätzlich nichts gegen die Fusion von Luftfahrtunternehmen. "Man sollte ihnen durchaus gestatten, sich zusammen zu tun", sagte Barrot am Montag vor der Presse im Zusammenhang mit einer Frage nach der Fusion von Lufthansa und Swiss. Grundsätzlich müssten Europas Carrier eine gewisse Größe erreichen, um global eine Rolle spielen zu können.

Fusionen besser nützen

Barrot kritisierte, dass die Vorteile früherer Fusionen, etwa von KLM und AirFrance, nicht voll ausgeschöpft werden konnten, weil gewisse Rechte an das nationale Territorium gebunden seien. So habe die Fusion nicht alle Rechte von KLM übernehmen können. Hier müsse man eine Verbesserung erzielen.

Barrot plädierte für "solide, konsolidierte" Luftfahrtunternehmen in Europa, die ihre Dienste sowohl global als auch regional anbieten. Die EU-Kommission werde zwar über Entwicklungen informiert, die Entscheidungen lägen aber an den "eigentlichen Akteuren". (APA)