Wien - Andreas Treichl, Chef der Erste Bank, hält das Timing für den Börsegang von Raiffeisen International (RI) für perfekt. Er fürchtet nicht, dass durch die bevorstehende Börsenotierung der RI der Druck auf seine eigene Aktie steigt. Und er glaubt auch nicht, dass großer Druck auf die Aktie der Bank Austria entsteht, obwohl die Geschäftsmodelle von Raiffeisen und Bank Austria ähnlicher seien.

Treichl zeigte sich am Montag bei seiner Bilanzpressekonferenz überzeugt, dass am Wiener Kapitalmarkt genug Platz ist für drei Bank-Aktien mit Ostfantasie. "Die Raiffeisen-International-Aktie wird den Markt sicher beleben", meint der Erste-Chef. Raiffeisen wird mit der Aktie seiner Ostbankenholding ausschließlich das Osteuropa-Geschäft als Investmentstory anbieten.

Treichl streut den Raiffeisen-Bankern Rosen, was das Timing betrifft: Sie hätten den Zeitpunkt für den Börsegang "extrem gut ausgesucht". Nachsatz: "Wenn das Absicht war, muss man ihnen gratulieren." (APA)