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Foto: Reuters/Dufka
Nairobi - Soldaten der sudanesischen Armee und regierungstreue Milizen töten nach einem Bericht einer britischen Tierschutzorganisation in mehreren afrikanischen Ländern Elefanten und beliefern vor allem China mit Elfenbein. Sudan sei zum Hauptumschlagplatz für Elfenbein im zentralen Afrika geworden, heißt es in der am Montag in Nairobi veröffentlichten Studie der Organisation "Care for the Wild International".

Sudanesische Soldaten seien etwa in den kongolesischen Nationalpark Garamba eingefallen, um dort Elefanten zu jagen. Das über den Sudan gehandelte Elfenbein stammt der Studie zufolge vor allem aus Kenia, der Zentralafrikanischen Republik, dem südlichen Sudan, der Demokratischen Republik Kongo und möglicherweise auch dem Tschad. Im Sudan ist der Verkauf von Elfenbein, das vor 1989 verarbeitet wurde, erlaubt.

Löwenanteil geht nach Asien

Die größten Abnehmer des Elfenbeins sind mit 75 Prozent Chinesen, vor allem diejenigen, die im Sudan in der Erdölindustrie, auf dem Bau oder im Bergbau arbeiten, wie es in der Studie weiter heißt. Weitere Kunden kommen demnach aus Südkorea und den Staaten am persischen Golf.

In China habe sich der Durchschnittspreis für Elfenbein wegen des hohen Wirtschaftswachstums seit 1997 mehr als verdreifacht. Laut der Studie werden im zentralen Afrika jedes Jahr 6.000 bis 12.000 Elefanten wegen ihrer Stoßzähne getötet.(APA)