Unterhaltung und Lifestyle haben im Jahr 2004 zu einem deutlichen Wachstum der Ausgaben für Online-Content geführt. Wie aus dem aktuellen "Paid Online Content US Market Spending Report" der Online Publishers Association (OPA) hervorgeht, gaben US-Amerikaner im vergangenen Jahr 1,8 Mrd. Dollar für Online-Content aus. Das entspricht einer Steigerung um knapp 14 Prozent. Wachstumsmotor bei kostenpflichtigen Online-Angeboten ist der Unterhaltungs- und Lifestyle-Bereich mit einem Wachstum von 90 Prozent im Vergleich zum Jahr 2003.

Wandel des Internet zu einem echten Unterhaltungsmedium

"Die Tatsache, dass Unterhaltung/Lifestyle, Sport und Games mit Abstand die am schnellsten wachsenden Paid-Content-Kategorien sind, ist ein weiteres Zeichen für den Wandel des Internet zu einem echten Unterhaltungsmedium für US-Konsumenten", sagte OPA-Präsident Michael Zimbalist zum Jahresbericht. Am meisten geben US-Amerikaner nach wie vor für Job- und Partnersuche (Personals/Dating) im Internet aus, nämlich 469,5 Mio. Dollar (plus 4,4 Prozent). Auf Platz zwei liegt aber bereits der Bereich Entertainment/Lifestyle mit 413,5 Mio. Dollar. Die Online-Ausgaben für Business/Investment sanken um 6,3 Prozent auf knapp 313 Mio. Dollar und liegen damit nur noch auf Platz drei. Neben dem Unterhaltungssegment sind vor allem die Ausgaben in den Kategorien Games (knapp 89 Mio. Dollar, plus 22 Prozent) und Sport (knapp 53 Mio. Dollar, plus 38 Prozent) gestiegen.

36 Prozent aller Online-Ausgaben für Games werden so getätigt

Das Wachstum bei der Unterhaltung ist vor allem auf den Online-Musikverkauf zurückzuführen. Durch das von Apples iTunes Music Store etablierte Geschäftsmodell hat auch der Anteil des Einzelverkaufs (Single Payment) gegenüber dem Abomodell zugenommen. Insgesamt wurden 2004 über 15 Prozent der Online-Einkaufe so abgewickelt (2003: elf Prozent). Das Abomodell dominiert aber weiterhin. Der Einzelverkauf ist vor allem bei Unterhaltung und Games sehr hoch: 36 Prozent aller Online-Ausgaben für Games werden so getätigt. Bei Unterhaltung und Lifestyle sind es 30 Prozent. Bei Sport und Nachrichten (General News) ist der Anteil des Single Payments mit jeweils rund 15 Prozent nur halb so groß. Online-Ausgaben für Personal- und Partnersuche sowie Business werden zu über 95 Prozent in Form von Abonnements getätigt. (pte)