Jena - Wissenschafter der Jenaer Universität haben ein Gerät entwickelt, das feinste Verunreinigungen in der Luft und im Wasser mittels Lichtwellen schnell und eindeutig identifizieren kann. Es beruht auf der Wechselwirkung von Licht und Materie und kann verschiedene Bakterienarten mit einer Trefferquote bis zu 93 Prozent unterscheiden, wie Petra Rösch vom Institut für Physikalische Chemie der Uni Jena erläuterte. Bisher konnte man Bakterien nur nach einer Kultivierung auf Nährböden unterscheiden, was in der Regel mehrere Tage beanspruchte. Bestrahlt man Moleküle mit Licht, dann wird es nach Angaben der Expertin in ganz charakteristischer Weise gestreut. Man erhält so Informationen über die Schwingungen eines Moleküls, deren Streuungsmuster eine Art Fingerabdruck liefern, der eindeutig dem Molekül zugeordnet werden kann. Das Gerät kann laut Rösch zum Beispiel in Operationssälen oder sogenannten Reinräumen eingesetzt werden. Die wissenschaftlichen Grundlagen für diese technische Innovation wurden in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift "Applied Enviromental Microbiology" veröffentlicht. (APA/AP)