Das Urteil des Europäische Gerichtshof (EuGH) über die britische Studienbeihilfen-Regelung hat praktisch keine Auswirkungen auf Österreich. Wie der Leiter der Hochschulsektion im Bildungsministerium, Sigurd Höllinger, auf Anfrage der APA erklärte, gelte durch den Spruch zwar künftig das Prinzip des Gastlandes. Es seien aber ausdrücklich "Ausnahmeregelungen durch nationale Gesetze möglich". Dafür seien leichte "EU-rechtsverträgliche Adaptierungen" im Studienförderungsgesetz notwendig, für die aber in dem EuGH-Urteil eine Übergangsfrist eingeräumt wurde. Das heißt, dass auch künftig die österreichischen Stipendientöpfe nicht durch in Österreich studierende EU-Bürger angezapft werden können. Derzeit haben laut Höllinger nur studierende Kinder von EU-Bürgern, die in Österreich beruflich tätig sind, Anspruch auf Studienbeihilfe - bei gleichen Voraussetzungen wie Österreicher.