Frankfurt/New York - Die Geburtsstätte des Bebop, das Minton's Playhouse, soll Ende des Jahres wieder eröffnet werden. In dem legendären New Yorker Jazzclub in der 118. Straße in Harlem trafen sich Schlagzeuger Kenny Clarke, Pianist Bud Powell, Jazzlegende Duke Ellington und Trompeter Dizzy Gillespie in den 40er Jahren regelmäßig. Um den Musikern für ihre Sessions immer eine Rhythmusgruppe bieten zu können, gab Clubbesitzer Henry Minton dem Pianisten Thelonious Monk, Clarke und Bassist Nick Fenton einen dauerhaften Arbeitsvertrag und schaffte dadurch eine der Grundvoraussetzungen für die spätere Entstehung des Bebop.

"Battles": Um die Wette improvisieren

Monk und Clarke wurden zum musikalischen Kern des Minton's, zu dem immer häufiger auch Gillespie, Charlie Christian, Don Byas und Art Blakey stießen. In den Sessions entwickelten die Musiker zunehmend ihre eigenen Konzepte und kultivierten einen neuen Jazzstil, der später als Bebop in die Musikgeschichte eingehen sollte. In den damals üblichen "Battles", in denen die Musiker gewissermaßen um die Wette improvisierten, unterlagen die großen Stars wie der Trompeter Roy Eldridge oder auch der Tenorsaxophonist Lester Young oftmals den jungen "Bebop-Cats". Das Minton's wurde Anfang der 70er Jahre geschlossen. (APA/AP)