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Foto: AP / Copyright: AFF Basel/AFS Amsterdam
Berlin - Ihr Schicksal bewegt noch heute Menschen in der ganzen Welt: Der Sammelband "Liebe Anne. Ein Buch für Anne Frank" erinnert an das jüdische Mädchen, das vor 60 Jahren im Konzentrationslager von Bergen-Belsen starb. Darin schreiben deutsche Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren über Diskriminierung, Vorurteile und Ausgrenzung. 1.000 junge Menschen hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Man habe nicht mit einem so großen Erfolg gerechnet, sagte am Mittwoch Thomas Heppener vom Anne Frank Zentrum in Berlin, das das Projekt gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk gestartet hatte.

"Ich kann mir gar nicht vorstellen, so jung zu sterben"

Anne Frank wurde mit dem Tagebuch, das sie in ihrem Versteck in Amsterdam schrieb, zu einer Symbolfigur für das jüdische Leid zur NS-Zeit. Sie starb zwischen Mitte Februar und Mitte März 1945 mit 15 Jahren an Typhus, der genaue Zeitpunkt ist nicht bekannt. "Ich kann mir gar nicht vorstellen, so jung zu sterben", schreibt Ellen Wachter (14) in dem Buch an Anne (Fischer Taschenbuch Verlag). An anderer Stelle erzählt Miriam Ohlendorf (14) aus Wunsiedel, wie sie sich beim alljährlichen Aufmarsch der Neonazis zum Todestag von Rudolf Heß fühlt.

Bei der Buchvorstellung in Berlin sangen Schüler aus Wandlitz einen Anti-Diskriminierungs-Rap: "Wir sind alle von der selben Sorte". Schauspielerin Jasmin Tabatabai kam anders als angekündigt nicht zu der Präsentation. (APA/dpa)