Düsseldorf - Mit einer Beschwerdeflut über die Kampagnen im Jahr 2004 sah sich der Deutsche Werberat konfrontiert. Insgesamt lösten 254 Werbungen 929 Proteste in der Bevölkerung aus, als "moralisch verwerflich" beanstandet wurden 50. Damit liegt die Zahl der Beschwerden auf dem Niveau des Vorjahres.

Inhaltlich ging es überwiegend um Grenzüberschreitungen in Zusammenhang mit der Diskriminierung von Frauen. Darüber hinaus kritisiert der Werberat den vermehrten Gebrauch derber Alltagssprache. Slogans wie "Lass dich nicht verarschen!" bewegen sich zwar innerhalb der gesetzlichen Regelungen, lösen aber in der Bevölkerung Empörung aus.

Bei den 50 beanstandeten Werbemaßnahmen erklärten sich in 43 Fällen die betroffenen Unternehmen bereit, die Werbung aus dem Verkehr zu ziehen oder entsprechende Korrekturen vorzunehmen. In den anderen sieben Fällen verhängte das Gremium öffentliche Rügen. (red)