München - Die bayerische CSU ist nach Informationen des "Münchner Merkur" bei der Aufstellung ihrer Kandidaten für die Bundestagswahl 2006 in Deutschland mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Wie das Blatt in seiner Donnerstag-Ausgabe berichtet, müsse in etwa der Hälfte der insgesamt 2.800 CSU-Ortsverbände die Wahl der Kreisdelegierten wiederholt werden, da sie zu früh bestimmt wurden.

Die CSU nominiert laut der Zeitung ihre Kandidaten für die Bundestagswahl in drei Stufen: Erst wählen die Ortsverbände ihre Vertreter für die Kreisversammlung. Die Vertreter mehrerer Kreisversammlungen bestimmen dann die Delegierten für eine regionale Wahlkreis-Konferenz. Erst dieses Gremium entscheidet, welcher Kandidat für die Bundestagswahl aufgestellt wird.

Weil die Prozedur der Kandidatenfindung langwierig sei, wählten viele CSU-Ortsverbände frühe Termine - zu früh, wie sich jetzt herausgestellt habe. Der Bundeswahlleiter habe festgelegt, dass mit der Wahl von Delegierten erst am 18. März begonnen werden dürfe. Zuvor durchgeführte Wahlen verlören ihre Gültigkeit. Die CSU-Parteizentrale bestätigte dem "Münchner Merkur", in mehr als 1.000 Ortsverbänden müssten im Laufe des Jahres noch einmal speziell für die Bundestagswahl Delegierte für die Kreisversammlungen gewählt werden. (APA/dpa)