Wien - Der Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW) wurde ganz offensichtlich ein Opfer der innerparteilichen Turbulenzen in den letzten Wochen - auch wenn freiheitlichen Spitzenfunktionäre in ersten Reaktionen andere Begründungen suchten, etwa die geringe Wahlbeteiligung.

RFW-Spitzenkandidat Matthias Krenn, Hotelier und Bürgermeister von Bad Kleinkirchheim, hatte sich gerade in seinem Heimatbundesland erhofft, Wirtschaftsbund-Chef Franz Pacher den Landeskammerchefsessel streitig zu machen. Pacher geht jedoch gestärkt aus der Wahl hervor, Krenn hat seine Wahlziele weit verfehlt.

Vor allem das Abrutschen auf Platz drei in der Wirtschaftskammer Österreich ist für die Freiheitlichen bitter. Im Jahr 2000 waren sie noch doppelt so stark wie die Sozialdemokraten gewesen.

Für Krenn selbst ist das Wahlergebnis "kein Erfreuliches, und die Verluste äußerst schmerzlich". Krenn macht sich nun für die Abschaffung der Mehrfachpflichtmitgliedschaften stark, ein Thema, das im Wahlkampf de facto nicht vorkam. (miba,DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17.03.2005)