Athen - In Griechenland haben am Donnerstag landesweite Proteste und Arbeitsniederlegungen von Beschäftigten im öffentlichen Dienst wie im privaten Sektor für die Sicherung von Arbeitsplätzen und die gegen die schwindende Kaufkraft begonnen. Ministerien, Schulen und Universitäten blieben geschlossen. Auch bei der Post, der Elektrizitäts- und der nationalen Telefon-Gesellschaft kam es zu Arbeitsniederlegungen. Am Mittag sollten die Fahrer der öffentlichen Verkehrsmittel für vier Stunden in den Ausstand treten.

Arbeitsniederlegungen gab es ebenfalls im privaten Sektor wie bei den Banken. Im Inlands-Luftverkehr kam es zu einem Chaos. Auf den Flughäfen wurden fast drei Viertel aller Inlandsflüge gestrichen. Der internationale Verkehr blieb dagegen verschont.

In allen größeren Städten des Landes sind Kundgebungen geplant. Zu der Aktion hatten die beiden größten Gewerkschaftsverbände - die GSEE im privaten Sektor und die ADEDY im öffentlichen Dienst - unter dem Motto "Es reicht!" aufgerufen. Sie fordern mehr Lohn, die Sicherung der Kaufkraft und der Arbeitsplätze. Es sind die ersten landesweiten Proteste dieser Art seit dem Wahlsieg der Konservativen vor einem Jahr. (APA/dpa)