Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: APA/dpa
Leipzig - Mehrere Zehntausend Besucher haben am Donnerstag für einen gelungenen Auftakt der diesjährigen Leipziger Buchmesse gesorgt. Schon eine halbe Stunde vor Öffnung war die gläserne Eingangshalle vor allem mit jungen Besuchern gefüllt. An den Kassen bildeten sich lange Warteschlangen. An den Ständen der Verlage und Editionen drängten sich Bücherfans, vertieften sich in Leseexemplare und bevölkerten Foren und Lesungen.

Mit 2.142 Ausstellern aus 31 Ländern verzeichnet das "Frühlingsfest der Bücher" (bis 20. März) erneut einen Rekord. Ebenso üppig nimmt sich mit über 1.500 Veranstaltungen und rund 1.000 Mitwirkenden das Programm "Leipzig liest" aus, das sich zu Europas größtem Lesefest entwickelt hat. Die Veranstalter des viertägigen Literaturmarathons rechnen auch in diesem Jahr mit insgesamt mehr als 100.000 Besuchern, nachdem sie 2004 erstmals eine sechsstellige Bilanz hatten. Der Frühjahrstreff der Branche war am Vorabend mit einem Festakt im Gewandhaus eröffnet worden.

Preis-Premiere

Höhepunkt des ersten Tages sollte die Premiere des Preises der Leipziger Buchmesse am Nachmittag sein. Die mit 45.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt die besten deutschsprachigen Neuerscheinungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik sowie Übersetzung. Die Herausgeber Ines Geipel und Joachim Walther präsentierten die ersten Bände ihrer Buchreihe mit einst verbotener DDR-Literatur. Die Reihe "Die verschwiegene Bibliothek" will die Vitalität der im Widerstand entstandenen Literatur zeigen. 20 Ausgaben sind geplant, als erste liegen "Blende 89" von Radjo Monk und "Jahr ohne Frühling" von Edeltraud Eckert vor.

Mit "Leipzig liest Korea" stellte sich der südliche Teil Koreas als Gastland der Frankfurter Buchmesse (18. bis 23. Oktober) vor. Unter dem Logo "Enter Korea".soll für die koreanische Literatur und Kultur geworben werden, teilten die Organisatoren mit. Der Auftritt von 16 Autoren in Leipzig sei Start für das Koreanische Jahr in Deutschland. In Frankfurt werden sich mehr als 100 Verlage sowie 40 Autoren aus Südkorea präsentieren. Ob sich Nordkorea an einzelnen Veranstaltungen beteiligt, ist noch unklar.(APA/dpa)