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Foto: REUTERS/Duvignau
Brüssel - Europas Eisenbahnen sollen künftig nur noch ein einziges Signalsystem benutzen und damit den grenzüberschreitenden Verkehr beschleunigen.

Absichtserklärung

Die EU-Kommission und die wichtigsten Branchenverbände unterzeichneten am Donnerstag in Brüssel eine Absichtserklärung, die für die kommenden zehn Jahre Investitionen von vier Mrd. Euro vorsieht.

20 Systeme

Derzeit gebe es 20 verschiedene Signalsysteme in der EU, erklärte die Kommission. Das gemeinsame System sei ein wichtiger Baustein für eine Stärkung der Bahnen im europäischen Verkehr. "Die Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherheit des Schienenverkehrs können damit verbessert werden", sagte EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot. Spätestens in 12 Jahren soll das System eingeführt sein.

Entlang der Strecken sollen Sender Informationen an einen Zentralrechner im Führerstand eines Zuges melden, der daraus die jeweilige Höchstgeschwindigkeit errechnet und den Zug notfalls bremst. Ähnliche Systeme werden in Hochgeschwindigkeitszügen bereits benutzt, allerdings müssen die Loks für grenzüberschreitende Fahrten zahlreiche verschiedene Signalsysteme auswerten können. Diese Kosten sollen künftig entfallen. Allein der zwischen Köln, Paris und Brüssel verkehrende Hochgeschwindigkeitszug Thalys musste den Angaben zufolge mit sieben Systemen ausgerüstet werden. (APA/Reuters)