Die europäischen Märkte hatten gerade in der letzten Zeit gelernt, sich mit einem schon relativ hohen Ölpreis zu arrangieren. Doch der abermalige Anstieg der Rohstoffpreise schien die Märkte in dieser Woche zu lähmen.

Sowohl Kursgewinne als auch Kursverluste hielten sich in Grenzen. Zum Teil gab es auch technische Gegenreaktionen bei Unternehmen, deren Aktien in den Vorwochen unter Druck geraten waren – oder dazu im Gegensatz zuvor gut liefen. Doch auch nachrichtengetriebene Kursbewegungen gab es. So legte der Kurswert des Pharmakonzerns Schering um knapp 6 Prozent zu. Grund dafür war die positive Entwicklung der Tests bei dem Krebsmittel PTK787.

Unter Druck kam der französische Reifenhersteller Michelin. Zwar wurde für das Gesamtjahr 2004 ein gutes Ergebnis präsentiert und so wie bei dem Konkurrenten Continental wird auch bei Michelin mit weiter ansteigenden Gewinnen für das Jahr 2005 gerechnet. Dennoch könnten die gestiegenen Rohstoffpreise die Margen noch verringern und auch der schwache US Dollar wirkt sich bei den hohen Umsätzen in Nordamerika negativ aus. Der Titel gab mehr als 7 Prozent an Kurswert ab. Nächste Woche geben wieder einige namhafte europäische Konzerne ihre Gesamtjahresergebnisse bekannt.