Paris - Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat dem Iran erneut ein "Recht auf die friedliche Nutzung der Atomenergie" bescheinigt. Niemand könne Teheran dieses Recht bestreiten, sagte Schröder am Freitagabend am Rande eines Vierer-Gipfels von Russland, Frankreich, Spanien und Deutschland in Paris. Durch internationale Vereinbarungen müsse aber sichergestellt werden, dass der Iran keine Atomwaffen "produzieren und besitzen" solle.

Die im Februar getroffenen Vereinbarungen Russlands über die Lieferung und Rücknahme von Uran-Brennstäben für den Betrieb des Atomkraftwerks Bushehr im Süden Irans stünden "in keiner Weise im Widerspruch" zu seiner Position, fügte Schröder hinzu. Auch Frankreichs Staatschef Jacques Chirac sagte, er sehe "keinen Widerspruch" zwischen dem Wunsch des Iran nach friedlicher Nutzung der Atomenergie und dem Ziel der Nicht-Weiterverbreitung von Atomwaffen.

Der russische Präsident Wladimir Putin betonte, Moskau sei "gegen die Verbreitung von Atomwaffen". Daher werde Moskau bei der Rücklieferung verbrauchter Brennstäbe aus dem Iran nach Russland "sehr wachsam sein". Die Kontroll-Mechanismen der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) müssten im Iran ebenso gelten wie bei allen anderen Atomprogrammen. (APA)