Wien - Der Führerschein in Scheckkartenformat soll Anfang 2006 eingeführt werden. Das kündigte Verkehrsminister Gorbach am Montag in einer Aussendung an. "Für alle neuen Führerschein-Werber gibt es dann eine handliche, rosarote Plastikkarte. Die alten Papier- Führerscheine müssen vorerst nicht umgetauscht werden", erklärte Gorbach.

Auf EU-Ebene habe man sich noch nicht darauf geeinigt, ob ein Umtausch verpflichtend vorgesehen sein soll. Wenn ja, dann werde es eine Übergangsfrist von zumindest sechs Jahren geben, verlautete der Verkehrsminister.

Verfahren soll entbürokratisiert werden

"Kernpunkt des geplanten Führerscheingesetzes ist es, das Verfahren zur Erteilung des Führerscheins für den Werber deutlich zu erleichtern und zu entbürokratisieren", meinte Gorbach zur Gesetzesnovelle, die noch im Sommer in Begutachtung gehen wird. So solle es in Zukunft für den Kunden nur mehr eine Anlaufstelle geben, nämlich die Fahrschule.

"Die Fahrschule agiert als Serviceanbieter. Von der Registrierung und Anmeldung über die Aushändigung eines Interimsführerscheins unmittelbar nach erfolgreicher Ablegung der Fahrprüfung bis hin der Zustellung des Scheckkartenführerscheins an den Werber soll das Service gehen", erläuterte der Verkehrsminister. Formal bliebe die Bezirkshauptmannschaft die ausstellende Behörde. (APA)