Kairo - Der frühere irakische Außenminister Adnan Pachachi hat sich für einen Dialog mit den "Widerstandsgruppen" in seinem Land ausgesprochen. "Politische Kräfte im arabisch-sunnitischen Lager sind bereit zu einem Dialog mit den Anführern der bewaffneten Gruppen, um eine Verbesserung der (Sicherheits-)Lage zu erreichen, damit sich die Sunniten künftig stärker an der Politik und an Wahlen beteiligen können", sagte er der arabischen Zeitung "Al-Hayat". Ausgeschlossen seien allerdings "Terrorgruppen, die in Bezug auf den politischen Prozess eine extremistische Position einnehmen", betonte der sunnitische Politiker, der im Juni 2004 beinahe Übergangspräsident des Irak geworden wäre. Die Islamische Partei von Mohsen Abdel Hamid, der von den Politikern neben Pachachi den größten Einfluss bei den irakischen Sunniten hat, unterscheidet zwischen "Widerstandsgruppen", die gegen die im Irak stationierten ausländischen Truppen kämpfen und "Terrorgruppen", die Attentate auf Zivilisten und irakische Sicherheitskräfte verüben. (APA/dpa)