Microsoft droht weiter Ärger mit den Wettbewerbshütern in Brüssel. Nach Ansicht der EU-Kommission hat der weltgrößte Softwarehersteller die von der Behörde geforderten Auflagen, mehr Wettbewerb durch Konkurrenten zuzulassen, nicht zufrieden stellend erfüllt - der WebStandard berichtete .

Ernste Zweifel

"Wir hoffen, dass die notwendigen Schritte unternommen werden, um sie zu erfüllen", sagte EU-Wettbewerbssprecher Jonathan Todd am Freitag in Brüssel. Derzeit gebe es jedoch "ernste Zweifel".

Tägliche Geldbuße

Sollte Microsoft die Bedingungen nicht erfüllen, drohen in letzter Konsequenz hohe tägliche Geldbußen von bis zu 5 Prozent des Weltumsatzes. Es gebe noch keine konkrete Frist, bis zu der Microsoft den Forderungen nachkommen müsse.

"Endgültige Frist"

In einer Presseaussendung fordert die Free Software Foundation Europe (FSFE), dass die Europäische Kommission nun eine "endgültige Frist" für Microsoft, ihrem Beschluss und der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs beizukommen, festsetzen sollte.

Strafe

Sollte Microsoft weiterhin auf Zeit spielen, dann sollte die Komission die maximale Strafe von fünf Prozent von dem Nettoumsatz pro Tag der Nicheinhaltung ausprechen, so die FSFE.

Schaden

Microsoft hat die Geduld Europas seit Jahren missbraucht", sagt Georg Greve, der Präsident der FSFE. "Sie sollten einwilligen oder den Schaden den sie verursachen, gutmachen. Wegen ihrem Verhalten in den letzten Jahren und ihren außerordentlich tiefen Taschen, zu denen Europa nicht zu kleinem Umfang beigetragen hat, scheinen fünf Prozent angemessen zu sein." (red)