Eisenstadt - Ein Missgeschick trennte am Sonntag einen fünfjährigen Buben aus Deutschland am Grenzübergang Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) von seiner Mutter: Beide waren in einem rumänischen Autobus nach Deutschland unterwegs, verloren sich aber bei einem Zwischenstopp. Weil die Frau glaubte, der Bus mit ihrem Sohn sei bereits weitergefahren, bat sie einen Pkw-Lenker, sie ebenfalls mitzunehmen. Der fünfjährige Florian befand sich inzwischen in Obhut von Beamten der Grenzkontrollstelle, die versuchten, die Mutter ausfindig zu machen. Schließlich wurde die Frau via Handy erreicht, am Sonntagnachmittag gab es für die beiden ein Wiedersehen.

Wie sich später herausstellte, hatte die Frau mit der Großmutter des Buben den Bus offenbar an der Grenze verlassen, um eine Toilette aufzusuchen. Der Linienbus fuhr währenddessen nur einige Meter weiter. Als ihn die beiden Frauen bei der Rückkehr nicht sofort fanden, baten sie in ihrer Nervosität und Sorge um den Buben einen Autofahrer an der Tankstelle, sie mitzunehmen, so Bezirkshauptmann Martin Huber zur APA. Der Pkw-Lenker gab daraufhin Gas, um den Bus einzuholen.

Suche nach der Mama

Dieser stand aber samt dem kleinen Florian währenddessen bei der österreichischen Einreisekontrolle. Weil die beiden Frauen am Gelände des Grenzüberganges unauffindbar waren, nahmen Beamte Verbindung mit der Polizei in München und mit Verwandten des Buben auf. Florian konnte eine Adresse in München nennen und hatte auch eine Telefonnummer seines Vaters bei sich, der sich in Rumänien aufhielt.

Schließlich gelang es, über Angehörige die Mutter per Handy zu erreichen. Der Lenker, der sie mitgenommen hatte, drehte kurzerhand um und fuhr mit den beiden Frauen wieder nach Nickelsdorf zurück, so Huber. Am Nachmittag konnte die Mutter dann den Buben wieder in die Arme schließen, beide machten sich wieder auf den Weg nach München.(APA)