Es muss ja nicht immer der ganz schwere Tanztanker sein. Gerade kleinere Performancefestivals stellen oft ganz besondere Zusammenhänge her, die sich bei größeren Formaten nicht selten etwas verlieren. Per.formdance #5 in Salzburg sucht diese Chance wieder zu nutzen und hat Chris Haring & Stephanie Cumming, Loulou Omer und Helene Weinzierl aus Österreich mit Katja Wachter, Tomaz Simatovic, Yuko Yaseki und Antony Rizzi zu einer milden Mischung zusammengeführt.

Cumming tanzt ihr tolles Solo "Legal Errorist". Omer posiert in ihrem Stück "Khalon" nach Motiven des israelischen Malers Yosl Berger, und die SEAD-Studenten Tomaz Simatovic und Kaja Valenti begrüßen einander an einem "Sunday Morning", während Helene Weinzierl nach alldem in "0-0-0 5" (heute, 20.30 Uhr) mit dem Stillstand rechnet. Katja Wachter (D) sinniert in ihrem Duett "Object to be Destroyed" Man Ray und der Zerbrechlichkeit hinterher, und die Japanerin Yuko Kaseki schlüpft bei "Rose Red Book" in die Rolle einer Alice im Wörterland. Der Tänzer bei William Forsythe, Anthony Rizzi, hat für Rafaële Giovanola das Solo "?What see eye?" choreografiert, das von der schwierigen Identität einer gesampelten Persönlichkeit handelt (24. 3., 20.30 Uhr).

Menschen mit Behinderungen waren die Ausgangspunkte für das Stück "Einzelkämpfe. BlaueHundeKuchenStücke" von Wolf Junger (31. 3./1. 4, 20 Uhr). Und: In Kooperation mit der Choreografin Helene Weinzierl entstehen mehrere kurze Stücke. Klingt spannend. (ploe/DER STANDARD, Printausgabe, 22.03.2005)