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Foto: APA/dpa/Wolf
Wien – Auf vier einheitliche Verkehrszeichen einigten sich die europäischen Staaten, als sie 1909 in Paris einen Vertrag über den grenzüberschreitenden Automobilverkehr schlossen. In den vergangenen paar Jahren sind es einige Schilder mehr geworden – zum Leidwesen der Autofahrer.

Mindestens 2,1 Millionen Warn-, Gebots- und Hinweistafeln stehen derzeit neben Österreichs Straßen, wird geschätzt. Viel zu viele, sagen 58 Prozent der heimischen Lenker laut einer aktuellen ÖAMTC-Umfrage. Fast jeder Fünfte gab an, wegen unklarer Beschilderung sogar schon einmal in eine gefährliche Situation gekommen zu sein. Beim Autofahrerklub ist man nach Pilotprojekten in Deutschland überzeugt, dass ein Drittel der Schilder entfernt werden könnte, ohne die Verkehrssicherheit zu mindern.

Sinnlose Zeichen

Was auch Beispiele des gleichzeitig abgehaltenen Fotowettbewerbes belegen. Einander widersprechende Gebote finden sich auf der Rangliste ebenso wie völlig sinnlose Verbote und schlicht unverständliche Hinweiseschilder.

Auf der anderen Seite wären viele Lenker gut beraten, die Fahrschulunterlagen wieder hervor zu kramen. Denn bei der europaweit durchgeführten Umfrage zeigten sich erstaunliche Informationsmängel.

Ahnungslos 31 Prozent der europäischen Autofahrer hatten keine Ahnung, was das runde Schild mit der weißen Zahl auf blauem Grund bedeutet – und laufen damit Gefahr, die "vorgeschriebene Mindestgeschwindigkeit" zu ignorieren. Auch die Zusatztafel "Vorrangstraße mit besonderem Verlauf" war 27 Prozent der Lenker unbekannt. (moe, DER STANDARD – Printausgabe, 23. März 2005)