Warschau - Die polnischen Unternehmen erzielten 2004 einen kumulierten Nettogewinn von mehr als 60 Mrd. Zloty (14,5 Mrd. Euro). Die Gewinne entsprachen 7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und waren mehr als dreimal so hoch wie 2003, wie aus aktuellen Zahlen des polnischen Statistikamtes hervorgeht. Die Umsätze stiegen um 16,4 Prozent auf insgesamt 1.200 Mrd. Zloty (291 Mrd. Euro).

Nach Ansicht der Chefökonomin des polnischen Arbeitgeberverbandes Lewiatan, Malgorzata Starczewska-Krzysztoszek, hat die polnische Wirtschaft im vergangenen Jahr einen großen Schritt nach vorne gemacht. Das sei vor allem auf den EU-Beitritt zurückzuführen.

Deutlich mehr Exporte

Die Exporte konnten deutlich gesteigert werden, gleichzeitig legten die Unternehmen großen Wert auf die Kostenkontrolle. 77,4 Prozent der polnischen Unternehmen schrieben im Vorjahr schwarze Zahlen, gegenüber 70,6 Prozent vor einem Jahr. Von den exportorientierten Unternehmen schrieben sogar 82 Prozent Gewinne, während es 2003 nur rund 75 Prozent waren.

Trotz hoher Rentabilität halten sich die Unternehmen bei den Investitionen zurück: Nach Angaben der polnischen Notenbank (NBP) lagen Ende 2004 auf den Firmenkonten insgesamt 85 Mrd. Zloty (20,6 Mrd. Euro) an Guthaben. Investitionen führen vor allem Exportunternehmen durch, die den Nachteil des starken Zloty durch bessere Qualität und Konzentration auf Nischenprodukte ausgleichen wollen. (APA)