Wien - Die SPÖ fordert von Verteidigungsminister Günther Platter (V) nun detaillierte Auskunft über die geplanten Schließungen von Kasernen. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos und Wehrsprecher Anton Gaal haben am Dienstag eine parlamentarische Anfrage an Verteidigungsminister Günther Platter (V) gerichtet, in der sie vom Minister die Vorlage eines Zeitplans und Angaben zu den erwarteten Verkaufserlösen einfordern. Außerdem fordern die Abgeordneten nähere Informationen zu den Gesprächen Platters mit den Landesregierungen.

Darabos hat in der Vorwoche selbst davon gesprochen, dass mehr als die Hälfte der Kasernen zum Verkauf anstehe. In der Anfrage beziehen sich die Sozialdemokraten jetzt aber auf eine vom Grün-Abgeordneten Peter Pilz am Dienstag veröffentlichte Liste.

In der Begründung ihrer Anfrage sprechen Gaal und Darabos von einer "völligen Überschuldung des Österreichischen Bundesheeres". Deshalb sei es nötig, Kasernen zur Finanzierung der Heeresreform zu verkaufen. Sie weisen auch darauf hin, dass die Vorbelastungen im Bereich der Landesverteidigung bereits mehr als doppelt so hoch seien wie der laufende Sachaufwand. Verantwortlich für diese hohen "Schulden in die Zukunft" sei vor allem die Anschaffung des "unnötigen sündteueren Kampfflugzeuges 'Eurofighter'". Für dringend notwendige Beschaffungen, die dem Schutz und der Sicherheit der Soldaten dienen, bleibe kein Spielraum. (APA)