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Alessandra Mussolini hat am Freitag ihren fünftägigen Hungerstreik beendet.

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Rom - Alessandra Mussolini, die Enkelin des faschistischen Diktators Benito Mussolini, hat ihren Kampf gegen den Ausschluss ihrer Partei von der Regionalwahl in der mittelitalienischen Region Latium im April gewonnen. Der Staatsrat, die oberste Instanz im System der italienischen Verwaltungsgerichte, nahm den Berufungsantrag an, den Mussolini gegen den Ausschluss ihrer Partei eingereicht hatte.

Grund des Ausschlusses waren angebliche Unregelmäßigkeiten in den Wahlunterlagen. Mussolini, die auch Europaabgeordnete ist, hatte am Freitag auch einen fünftägigen Hungerstreik beendet, in den sie aus Protest gegen den Parteiausschluss getreten war. Der Staatsrat betonte in seiner Urteilsbegründung am Dienstagabend, man habe nicht feststellen können, dass die Unterschriften gefälscht worden seien.

Um zur Wahl zugelassen zu werden, muss jede Partei eine Liste mit den Unterschriften von mindestens 3.500 Wählern vorlegen. Nach Feststellung eines Verwaltungsgerichts waren auf der Liste der Alternativa Sociale gefälschte Unterschriften.

"Der Staatsrat hat bewiesen, dass es in Italien Gerechtigkeit gibt. Ich hatte schon jegliche Hoffnung verloren. Ich bin sehr müde, aber sehr froh", kommentierte die 42-jährige Politikerin den Beschluss des Staatsrates.

Mussolini strebt bei der Wahl am 3. und 4. April das Gouverneursamt in der Region Latium an. Anfang April wird in 14 der 20 italienischen Regionen gewählt. Die Wahlen gelten ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit von Ministerpräsident Silvio Berlusconi als wichtiger Stimmungstest. (APA)