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Die NASA ließ von einem Illustratoren darstellen, wie ein vergleichbar heißer Stern mit einem planetaren Begleiter "in der Nahaufnahme" aussehen würde: links im Bereich des sichtbaren Lichts, rechts im Infrarotbereich.

Foto: APA/EPA/NASA
London/Greenbelt - US-Forscher haben zum ersten Mal Licht von einem Planeten bei einem fremden Stern gemessen. Mit dem Spitzer-Weltraumteleskop konnte das Team Infrarotlicht vom Riesenplaneten HD 209458b empfangen. Solche Beobachtungen könnten Zusammensetzung und Struktur der Atmosphäre so genannter Exoplaneten enthüllen, berichten Drake Deming vom Goddard Raumfahrtzentrum der NASA in Greenbelt (US- Staat Maryland) und Kollegen in einer Online-Vorabveröffentlichung des britischen Fachjournals "Nature". HD 209458b ist um ein Drittel größer als Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems. Er umkreist seinen Stern jedoch in viel geringerer Entfernung und erreicht nicht einmal ein Zwanzigstel der Distanz der Erde zur Sonne. Dadurch heizt sich der fremde Planet stark auf und leuchtet im Infrarotlicht. Von der Erde aus gesehen wandert er regelmäßig hinter seiner Sonne hindurch und ist dann nicht mehr zu sehen. Diese Abschwächung des Infrarotlichts haben die Astronomen jetzt beobachtet. Erste Analysen des Infrarotlichts ergeben eine Temperatur des Exoplaneten von etwa 850 Grad Celsius. (APA/dpa)