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Mitglieder der Umweltschutzorganisation "Greenpeace" bei Feinstaubmessungen

Foto: APA/ GREENPEACE/INGRID FRANKHAUSER
Wien. – In Wien wurde gestern zum 25. Mal im Jahr 2005 der Grenzwert für Feinstaub überschritten. Insgesamt sind maximal 30 Überschreitungen im Jahr erlaubt, bevor der Wiener Bürgermeister ein Maßnahmenpaket zum Schutz der Bevölkerung vorlegen muss. Gegen Bau von Nordost-Umfahrung

Greenpeace fordert nun von der Wiener Stadtregierung rasche Maßnahmen, um die Feinstaubbelastung zu reduzieren. "Angesichts dieser jetzt schon zu hohen Feinstaubbelastungen ist der Bau der Nordost-Umfahrung ein Angriff auf die Gesundheit der Wiener Bevölkerung," erklärte Greenpeace-Verkehrsexperte Jurrien Westerhof und rief Ulli Sima zum sofortigen Handeln auf.

Hälfte des Wiener Feinstaubs auf Verkehr zurückzuführen

An der Messstelle will die Stadt Wien eine Autobahnzufahrt errichten, die an die geplante Lobau-Autobahn anschließt. Die Feinstaubbelastungen im 22. Wiener Gemeindebezirk würden aber dadurch weiter zunehmen, warnt Greenpeace. Gerade die verkehrsnahen Messstellen in Wien, wie die Rinnböckstraße bei der Südosttangente, weisen die höchsten Feinstaubbelastungen der Stadt auf. Laut Studie der MA22 (Umwelt) ist mehr als die Hälfte des Wiener Feinstaubs auf den Verkehr zurückzuführen. Laut dem aktuellen Feinstaub-Statusbericht soll jetzt ganz Wien zum Sanierungsgebiet werden.

Umweltstadträtin: Ursachen liegen im Ausland Die Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima erklärte in den vergangenen Wochen wiederholt, dass die Ursachen des Wiener Feinstaubproblems im Ausland liegen würden. Die Studie der MA22 beweist das Gegenteil. Gerade die Grenzwertüberschreitungen sind zum Großteil hausgemacht und auf den Verkehr zurückzuführen. (APA)