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Studie: Väter verbringen mehr Zeit mit ihren Kindern und würden gerne nach der Geburt vier Wochen zuhause bleiben.
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Wien - Die Väter von heute sind in der Kinderbetreuung viel engagierter als ihre eigenen Väter und verbringen auch mehr Zeit mit ihren Kindern. Das ist das zentrale Ergebnis einer am Mittwoch vom Verein "Die Kinderfreunde" präsentierten Studie. Die Studienautorin Sonja Brauner hatte dafür mit zwölf Vätern mit maximal eineinhalbjährigen Kindern in Wien, Nieder- und Oberösterreich sowie deren Frauen Tiefen- bzw. Telefon-Interviews geführt.

Ein Monat Urlaub

"Fast alle Väter nahmen sich nach der Geburt zwischen vier Tagen und drei Wochen Urlaub", sagte Brauner. "Kinderfreunde"-Geschäftsführer Gernot Rammer leitete daraus die erneute Forderung nach einem Vaterschutzmonat - sprich: vier Wochen zusätzlichen Urlaub anlässlich der Geburt eines Kindes - ab.

Reduktion der Arbeitszeit

Weitere Ergebnisse der Studie: Väter sind bereit, ihre Arbeitszeit zu reduzieren, aber nicht, ganz aus dem Erwerbsleben auszusteigen. Die Beziehung des Elternpaares ist in den ersten Monaten nach der Geburt stark belastet. Eltern von heute streben kreative Lösungen zur Kinderbetreuung an und stellen dafür auch Berufswünsche zurück. Außerdem wurde der Wunsch nach flexibleren Möglichkeiten zur Kinderbetreuung deutlich. (APA)