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Feste Größe bei den Walisern: Ryan Giggs.

Foto: APA/EPA/Giggs
Wien - Die Vorbereitungen des österreichischen Fußball-Nationalteams auf die beiden WM-Qualifikationspartien am Samstag (auswärts) und dem darauf folgenden Mittwoch (daheim) gegen Wales gehen in die entscheidende Phase. Teamchef Hans Krankl ließ am Mittwoch das Vormittags-Training entfallen und versammelte seine Schützlinge am Nachmittag zum ersten Video-Studium des Gegners.

Video-Studium der Insel-Kicker

Am Mittwoch standen vor dem TV-Gerät noch Tore und Gegentore der Waliser in den vergangenen WM-Quali-Partien sowie im Freundschaftsspiel im vergangenen Februar gegen Ungarn im Mittelpunkt, am Donnerstag wird das Verhalten der Insel-Kicker bei Standardsituationen unter die Lupe genommen. Am Freitag schließlich beschäftigen sich die Teamspieler, die am Mittwoch Nachmittag unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein internes Trainingsspiel über zwei Mal 30 Minuten absolvierten, mit dem Spielaufbau der Waliser sowie mit den Schlüsselspielern des Gegners.

Giggs, Bellamy, Hartson, Davies

Die entscheidenden walisischen Akteure sind laut Krankl neben ManU-Star Ryan Giggs noch Craig Bellamy, John Hartson, Simon Davies "und ein bisschen Robert Earnshaw, wobei wir nicht wissen ob er überhaupt spielt", erklärte der Teamchef, für den die Stärken der Waliser ganz klar in der Offensive liegen. "Hinten sind sie verwundbar. Die Verteidiger und der Goalie (Anm.: Keiner der drei Torhüter ist bei seinem Klub erste Wahl) haben nicht die Klasse wie die Offensivspieler."

Der feine Unterschied: Giggs

Das Manko zu kennen und es auszunützen, sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe - das weiß auch Krankl. "Wir müssen erst einmal in die Angriffszone kommen. Das ist schwierig genug, aber daran arbeiten wir", meinte der ehemalige "Goleador", der Wales ungefähr gleich stark wie Österreich einschätzt, "mit dem Unterschied Giggs. Er hat immer noch Klasse, wenn er auch seinen Zenit überschritten hat", sagte Krankl. Die Aufstellung hat der Teamchef bereits im Kopf. "Es gibt noch zwei offene Fragen, aber das ist nichts Kompliziertes", so Johann K.

Fixpunkt Ivanschitz

Einen Fix-Platz in der Anfangsformation hat Kapitän Andreas Ivanschitz, der zuletzt bei Rapid wieder ansteigende Form bewies. "Ich merke, wie es von Tag zu Tag besser wird, auch was die körperliche Fitness betrifft", erklärte der Burgenländer und rechnet in Cardiff, wo 60.000 Zuschauer erwartet werden, "von der Stimmung und dem ganzen Drumherum mit einem großen Spiel. Wir wollen gegen Wales sechs Punkte holen, um noch eine Chance zu haben. Aber das wird nicht einfach, denn die Waliser werden auf dieses Spiel genauso heiß sein wie wir", vermutete Ivanschitz.

Vastic und die Euphorie

Offensiv-Spieler Vastic sehnt einen Sieg in Cardiff herbei. "Wenn wir dort gewinnen, wird es in Österreich sicher eine Euphorie geben. Dann wäre es für das zweite Spiel leichter", meinte der Austrianer. Für die Partie am 30. März im Wiener Happel-Stadion wurden übrigens bis Mittwoch Vormittag 14.500 Karten abgesetzt. (APA)