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Wien - Understatement ist nicht das ihre. Jedenfalls nicht, wenn man der Eigendefinition von Georg Freizeit uneingeschränkten Glauben schenkt: Wir spielen einen "derart in extenso undergroundigen Rock, dass wir den Mainstream bald an der linken Hand hinter uns herschleifen." Dass dieses selbstbewusste Postulat natürlich nicht einer gewissen Selbstironie entbehrt, weiß, wer das Quartett schon mal live gehört hat.

Gelegenheit dazu gab es zuletzt im Februar im Rabenhof Theater, wo die Vorjahressieger des "Protest Song Contest" beim diesjährigen Bewerb nochmals die wunderbare "Weisheit mit dem Löffel" und eine Kostprobe einiger neur Songs zum Besten gaben. Seit dem Vorjahr, als man dort noch als "Georg Freizeit & die Rosaroten" auftrat, haben die Vier allerdings das Pinke im Namen und in der Musik - jedoch nicht zu deren Nachteil - verloren.

Experimentierfreudiger zarter Sound und die poesievollen, intelligenten Texte - die auch die zauberhafte erste EP "Der Zwerg am Baum..." prägten - sind geblieben. Auch die Orgel gibt nach wie vor viele Töne an, insgesamt klingt aber alles - obgleich weit, weit entfernt von jeglichem mainstream - tanzbarer. Für den Abend im B72 verspricht Georg Freizeit selbst: "Freut Euch auf einen Abend der neuen Gefühle und Gedanken." (kafe)